#06-01-271

Kindern Zeit lassen! - Beziehung leben in Kita's

Einheitliche Grundlagenvermittlung für Betreuungspersonen, denen Kleinkinder anvertraut werden. Schrittweise und dem Individuum angepasste Eingewöhnungsphasen. Respektvolles Einwirken der Vertrauensperson in Pflege, Spiel und Beaufsichtigung im Einklang mit dem Kind.

Kindern Zeit lassen!

Beziehung leben in Fremdbetreuung,
respektvoller Umgang mit Kindern
Thema: Reformation ist stetige Erneuerung. Echt jetzt?
Kategorie: Allgemein
Bewerber: Elke O.

Unsere Kinder sind das Wertvollste Gut in unserer Gesellschaft, sie sind aber auch die Mitglieder die den größten Schutz brauchen weil sie sich am wenigsten wehren können. Ein Großteil der Kleinkinder in Deutschland unter 2 Jahren wird um das 1. Lebensjahr herum in eine Kita eingewöhnt, sie müssen "am besten schnell" neuen Bindungspersonen vertrauen. Unsachgemäße Eingewöhnung bei unter 2-jährigen kann im Erwachsenenalter zu Störungen in der Beziehungsebene führen. Oft herrscht in den Einrichtungen Personalmangel oder es werden Lücken mit rotierenden Bezugspersonen gefüllt. Ich stehe mit meiner Idee für eine einheitliche Schulung an den Bindungspersonen, denen Klein- und Kindergartenkinder anvertraut werden. Tagesmütter, Erzieherinnen/Erzieher, Jugend- und Heimerzieher sollen aus meiner Sicht unsere Kleinsten in unserer Gesellschaft, mit denen sie tagtäglich arbeiten, mit anderen Augen sehen. Sie sollen die Kinder zuerst kennen lernen und die Eingewöhnung individuell durchführen - in dem Tempo wie es das Kind auch gehen kann. Das kann 3 Wochen bis 5 Monate dauern. Ich spreche mich dafür aus, dass man dem Kind die Zeit lässt, die es für den Vertrauensaufbau braucht. Rotierendes Betreuungspersonal sollte in der Phase nicht erlaubt sein. Im Zweiten Schritt sollen die Bindungspersonen ihren Schützling kennen lernen, für ihn da sein, sein Wesen achten und respektieren. Pflege, Spiel und Beaufsichtigung sollen im Einklang mit dem Kleinkind durchgeführt werden. Das Kind soll sich frei entfalten, sich in Bewegung, Sprache und Spiel ohne eingreifen eines Erwachsenen, in seinem eigenen Tempo frei entwickeln dürfen. Mit diesen Grundsätzen benötigt eine Einrichtung nicht viele Mittel. Eine Spiel- und Bewegungslandschaft mit sehr einfachen Gegenständen ist ausreichend. Das Personal muss lediglich umdenken und sich andere Abläufe aneignen und sich an andere Abfolgen gewöhnen. Ich bin selbst berufstätige Mutter und habe die Zustände in manchen Einrichtungen kennen gelernt.